Es hört nicht auf.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal öffentlich zu den Vorgängen äußern, weil offenbar weiterhin hinter meinem Rücken über mich gesprochen wird und in Friedrichsort Geschichten über mich verbreitet werden. Laut der besseren Hälfte, wurde auch die Polizei über mich informiert – warum hat sie mir nicht mitgeteilt.

Als engagierte Familie haben wir zwischen 2016 und 2025 insgesamt fünf Menschen mit Migrationsgeschichte aus unterschiedlichen Ländern bei uns zu Hause aufgenommen – insgesamt über einen Zeitraum von sechs Jahren. Darunter waren zwei unbegleitete Minderjährige. In einem Fall drohte einem sehr jungen Menschen die Abschiebung in eine Situation, in der ihm nicht nur nach unserer Einschätzung erhebliche Gefahr für sein Leben drohte. In einem anderen Fall ging es um schweres Mobbing im Schusterkrug, das schon aus gesundheitlichen Gründen schnell beendet werden musste. Und auch ein Pflegekind gehörte zu den Menschen, die wir bei uns aufgenommen haben. Wir haben diese jungen Menschen aufgenommen, weil wir es konnten und weil alle Beteiligten bereit waren, sich auf dieses Abenteuer einzulassen. Und bis auf einen Fall der aber auch erst zum Ende hin, nach hinten losging, hat es gut funktioniert und alle Beteiligten weitergebracht.

Möglich war das auch deshalb, weil wir großartige Vermieter haben, die uns über Jahre hinweg vertraut, unterstützt und unser Engagement mitgetragen haben. Dafür bin ich bis heute dankbar.

Umso befremdlicher finde ich es, dass diese Vermieter nun von Herrn 2 kontaktiert worden sind und ihnen dabei ein Sachverhalt zu einem Problem mit mir vermittelt wurde, der wesentliche Zusammenhänge nicht berücksichtigt. Insbesondere wurden entscheidende Tatsachen zu einem Vorgang nicht dargestellt, der durch das eigene Handeln von Herrn 2 überhaupt erst entstanden ist. Und schon da, wusste Herr 2 auch, dass sein eigenes Handeln illegal ist und tat es trotzdem. Damit brüstet er sich sogar. Unsere Vermieter waren über den Vorgang mit Herrn 2 bereits im Vorfeld von mir informiert – da wir weiter mit solch unsauberen Aktionen gerechnet hatten. Wären unsere Vermieter nicht unsere Vermieter hätte die Sache möglicherweise auch ganz anders für meine Familie und mich ausgehen können.

Damit nicht genug: Nun hat auch die bessere Hälfte von Herrn 2 begonnen, gezielt bei den Frauen, die bei uns gewohnt haben, nachzufragen, ob sie Einsicht in deren Mietverträge erhalten könne, ob es welche gab und ob dort „alles mit rechten Dingen“ zugegangen sei. Auffällig ist für mich dabei, dass bislang offenbar wieder ausschließlich die Frauen kontaktiert wurden, während bei den männlichen Migranten die bei uns wohnten, bisher keine entsprechenden Anfragen erfolgt sind. (Wie bei den Anrufen, Aufrufen, bei den Demos antreten zu müssen.)

Was ich nicht akzeptieren werde, ist, dass hinter meinem Rücken Informationen gesammelt, Vermieter kontaktiert und dabei Sachverhalte verkürzt, verfälscht oder verdreht dargestellt werden.

Wir haben über Jahre Menschen aufgenommen, ihnen ein Zuhause gegeben und Verantwortung übernommen – mit all den Problemen, die so etwas mit sich bringt. Darauf müssen wir uns nicht verstecken – bereichert haben wir uns auch an niemanden!

Besonders die bessere Hälfte von Herrn 2 müsste doch aufgrund ihrer ehemaligen eigenen Tätigkeit wissen, wie engmaschig solche Betreuungs- und Pflegeverhältnisse begleitet und kontrolliert werden. Jugendamt, Pflegedienst, Sozialer Dienst und viele weitere Stellen und Personen – irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie viele Menschen und Institutionen mit den jeweiligen Fällen befasst waren, regelmäßig nach dem Rechten gesehen, kontrolliert, betreut und uns besucht haben. Und genau das ist auch gut und richtig so.

Gerade deshalb erscheint mir die nun offenbar angestellte Suche nach einem möglichen „finanziellen Missbrauch“ besonders befremdlich.